Wechsel in der Direktion des SSBS

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Erste Saison

Freude bei der Arbeit

Deine erste Saison als Schneesportlehrer steht bevor – eine aufregende Zeit voller neuer Erfahrungen. Für viele ist der Job eine echte Leidenschaft, die richtig Spass macht. Trotzdem bleibt es Arbeit – und zwar eine, die körperlich und mental fordert. Hier erfährst du ehrlich, was dich erwartet und wie du einen erfolgreichen Start hinlegst.

Reality Check: Was dich wirklich erwartet

Die erste Saison ist anders als die Ausbildung. Hier ein ehrlicher Blick auf den Alltag:

  • Körperliche Belastung: 5-6 Stunden täglich auf der Piste, oft bei jedem Wetter. Anfänger-Unterricht bedeutet viel Aufhelfen und Rückwärtsfahren – das ist anstrengender als du denkst.
  • Früh aufstehen: Die Einteilung ist meist um 8:30 Uhr. Bei Anreise aus dem Tal bedeutet das sehr früh aufstehen.
  • Unregelmässige Arbeit: An Schlechtwettertagen weniger Arbeit, an Feiertagen durchgehend Vollgas. Flexibilität ist Pflicht.
  • Nicht nur Sonnenskilaufen: Viel Zeit verbringst du mit Anfängern im Flachen oder auf dem Zauberteppich – nicht auf der schwarzen Piste.

Der typische Arbeitstag

Dies könnte ein klassischer Arbeitstag sein in der Hochsaison.

  1. 07:30: Ankunft, Material vorbereiten, Kaffee
  2. 08:30: Einteilung – du erfährst, welche Schüler du heute hast
  3. 09:00-12:00: Vormittagsunterricht
  4. 12:00-14:00: Mittagspause (oft mit den Schülern)
  5. 14:00-16:00: Nachmittagsunterricht
  6. 16:00: Schüler übergeben, Feedback, Tagesabschluss

Dein erster Arbeitstag

  • Sei 30 Minuten vor dem abgemachten Zeitpunkt da
  • Denke an alle Dokumente und Ausrüstung (Material, Ausweis, Lizenz)
  • Stelle dich den Kollegen vor – du wirst viel Zeit mit ihnen verbringen
  • Nimm Kritik nicht persönlich – alle haben mal angefangen

Umgang mit schwierigen Situationen

Schwierige Schüler

  • Ängstliche Kinder: Geduld und kleine Erfolgserlebnisse. Nie Druck machen.
  • Übermütige Teenager: Klare Regeln setzen, Sicherheit betonen, coolere Übungen einbauen.
  • Fordernde Eltern: Professionell bleiben, Fortschritte dokumentieren, bei Konflikten Schulleitung einbeziehen.

Wenn etwas schiefgeht

  • Bei Unfällen: Ruhe bewahren, Erste Hilfe leisten, sofort melden
  • Bei Beschwerden: Zuhören, sachlich bleiben, Schulleitung informieren
  • Bei Unsicherheit: Lieber einmal mehr fragen als einen Fehler machen

Häufige Anfängerfehler

  • Zu schwieriges Gelände: Unterschätze nicht, wie schwer selbst blaue Pisten für Anfänger sind
  • Zu viel reden: Weniger Theorie, mehr Übung. Schüler lernen durch Tun.
  • Nicht auf die Gruppe achten: Halte immer alle im Blick, besonders bei Kindern
  • Sich verausgaben: Teile deine Energie ein – die Saison ist lang
  • Isolation: Schliesse dich anderen Lehrern an, das Netzwerk hilft

Work-Life-Balance

Die Saison kann intensiv sein. So bleibst du fit:

  • Regeneration: Gönn dir an freien Tagen echte Erholung
  • Privat fahren: Nutze die Chance, auch selbst zu fahren – das macht Spass und den Kopf frei
  • Soziales: Die Instructor-Community ist familiär – nutze das
  • Gesundheit: Achte auf Ernährung und Schlaf, Erkältungen sind anstrengend und bei Krankheit fällt der Lohn weg

Eine Stelle finden

Bewirb dich frühzeitig – idealerweise im Frühling und Sommer für die kommende Wintersaison.

  • Nutze unseren Schulfinder für Schulen in deiner Wunschregion
  • Besuche unsere Stellenbörse für aktuelle Angebote
  • Networking: Kontakte aus der Ausbildung können Türen öffnen

Realistische Erwartungen ans Einkommen

Als Neueinsteiger kannst du mit 30-40% Anstellung rechnen (ca. 4-5 Std./Tag). Das ist sehr knapp zum Leben. Viele kombinieren:

  • Nebenjob in der Gastronomie oder im Skiservice
  • Kombinierte Stellen (Skilehrer + Skiverleih)
  • Erspartes aus dem Sommer

Weiterbildung & Lizenz

Um deine Lizenz aktiv zu halten, brauchst du alle zwei Jahre einen Wiederholungskurs (WK). Das ist auch eine super Gelegenheit zum Netzwerken.